Krisenhafte Zeiten – geopolitisch, technologisch, wirtschaftlich – zwingen viele deutsche Unternehmen zu tiefgreifenden Anpassungsprozessen. Die aktuelle Generation an Top-Managern muss dabei oft die Versäumnisse ihrer Vorgänger mit aufräumen und trifft entsprechend klare, unpopuläre Entscheidungen.

Der Trend
„Härte“ und das klare Wort sind wieder salonfähig. Wo CEOs sich in Boom-Zeiten bewusst nahbar inszenierten (offene Tür, Sneaker und Jeans statt Anzug), zählt heute konsequentes Stehen zu notwendigen, aber unbequemen Maßnahmen – Stellenabbau, Portfoliobereinigung, Kosteneffizienz etc.
Das Beispiel
Puma-CEO Arthur Hoeld, eigentlich Marketing-/Vertriebsmann (von adidas!), musste nach Amtsantritt 2025 innerhalb kürzester Zeit zum Sanierer werden – hunderte Stellen gestrichen, Vorstände ausgetauscht. Sein Kalkül: Konsequenz vor Konsens. Nur so war der sehr wichtige Turnaround umsetzbar.
Unsere Sicht bei ML-PMC
Konsequenz und Wertschätzung schließen sich nicht aus – sie gehören zusammen. Entscheidend ist zudem die situative Führungsfähigkeit: Zur rechten Zeit durchgreifen und in ruhigeren Phasen die Leine bewusst lockern – und immer den Menschen im Blick. Genau diese Beidhändigkeit erleben wir auch immer wieder als ein wichtiges Erfolgsmerkmal von Top-Executives in unseren Coaching-Gesprächen.
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