Wenn aus „Engineer“ plötzlich „Vertriebler mit Code-Kenntnissen“ wird
Anthropic sucht aktuell einen „Staff Software Engineer“ fürs GTM-AI-Engineering-Team – Gesamtvergütung: 320.000 bis 405.000 US-Dollar. Aufgabe: KI-Agenten bauen, die den Vertrieb steuern – von der Lead-Ansprache bis zum Pipeline-Management.

Was mich daran mehr interessiert als die Gehaltszahl: Das Jobprofil selbst.
Wenn sich Tech und Vertrieb nicht mehr trennen lassen
Acht Jahre Engineering-Erfahrung, gepaart mit CRM- und Sales-Engagement-Know-how – oder umgekehrt: Vertriebshintergrund mit technischer Tiefe. Die klassische Trennlinie zwischen Tech und Business verschwimmt hier komplett.
Ein bekanntes Muster aus der High-Tech-Industrie
Neu ist dieses Muster übrigens nicht. In der High-Tech-Industrie kannte ich solche Profile schon früher – als Senior Project Manager oder Program Manager. Auch das waren immer sehr spannende Rollen: interdisziplinär, weil sie Technik, Vertrieb und Organisation zusammenbringen mussten, und oft auch interkulturell, weil die Zusammenarbeit mit Teams in verschiedenen Regionen der Welt zum Alltag gehörte – nur die Gehälter für solche Rollen waren damals und sind bis heute deutlich niedriger als das, was jetzt für diese neue KI-Variante aufgerufen wird.
➡️ Was heute unter neuem Namen und mit KI-Bezug auftaucht, war im Kern schon damals gefragt: Menschen, die Brücken zwischen Disziplinen und Kulturen bauen können.
Neu ist nur die Klammer: KI
Das ist kein Einzelfall. Es ist ein wiederkehrendes Muster – jetzt eben mit KI als zusätzlicher Klammer.
➡️ Für Führungskräfte heißt das: Die Frage ist nicht mehr nur „Was ist meine Kernkompetenz?“, sondern „Wie kombiniere ich sie so, dass sie im KI-Zeitalter anschlussfähig bleibt?“
Die eigene Positionierung neu denken
Genau diese Übersetzungsarbeit – von der bisherigen Karriere zur nächsten, fachübergreifenden Positionierung – begleite ich in meiner Arbeit mit Executives.
❗️ Sehr spannende Zeit und Aufgabe – fortlaufende Persönlichkeits- und Karriereentwicklung.
🔗 Mehr zu unserem Ansatz in der Karriereberatung und der o.g. Artikel von Business Insider





